Schützenverein Bartelsdorf e.V.

Unser Verein von heute bis 1925
1933
Für einen Radfahrersteig nach Veerse wurden 5 - 6 RM bewilligt. H. Lange bekommt ab sofort 50 Pf Pachtgeld pro Jahr für die Lichtleitung, die auf seinem Grundstück zur Schützenhalle führt. Schützenfest und Erntefest fanden statt.
1932
In der Generalversammlung: Das Schützenfest soll stattfinden, wenn die Unkosten nicht zu hoch sind. Es fand natürlich statt...... Beim Erntefest gab es anstatt eines Preisschießens Freibier für alle. Es wurde beschlossen, einen Fastnachtsball zu veranstalten.
1931
Erstmalige Anmietung eines Tanzzeltes, was aber eine ziemlich hohe Unterbilanz verursachte, auch weil hohe Stromkosten entstanden waren. Abzeichen wurden beschafft.

Am 1. Mai gab es ein Preisschießen mit KK- Gewehren, wo 3 Schuß 50 Pf kosteten. Trotz des knapper werdenden Geldes fand das Erntefest statt. Im Oktober war der Besuch einer Mitgliederversammlung wegen unruhiger Zeiten besonders schwach.

1930
Am 8. März gab es eine Theateraufführung, deren Leitung Gärtner Kladt aus Veerse übernahm. Ein Preisschießen beim Schützenfest gab es in diesem Jahr wegen vieler Hochzeiten nicht. Das Geld wurde knapper...eine vom Vorstand beantragte Beitragserhöhung fand keine Mehrheit.
1929
Am zweiten Schützenfesttag gab es eine gemeinsame Kaffeetafel. Zur Verschönerung der Zuwegung zum Schießstand sollen im Winterhalbjahr Bäume aus Trochel geholt werden.
1928
Teilnahme an der Fahnenweihe in Hemsbünde. Der Erntemeister wurde mit Pferd und Wagen aus Veerse abgeholt. Es wurden 8 Holzgewehre angeschafft, aber sicher nicht deswegen...
1927
In der Generalversammlung wurde der Bau eines Unterkunftsraumes beim Schießstand beschlossen. Die Finanzierung war zu regeln, und deshalb einigte man sich nach reger Aussprache auf eine Umlage von 3 RM pro Mitglied. Die Einweihung sollte 14 Tage nach Ostern sein, was auch tatsächlich, mit einem Preisschießen verbunden, so klappte. Es gab den ersten Kontakt zu einem Nachbarverein: Teilnahme an der Fahnenweihe in Bothel.
1926
Am 16. Januar fand die erste Generalversammlung statt, in welcher der gesamte Vorstand wiedergewählt wurde. ( Den Kandidaten „Wiederwahl" gab es also damals auch schon....).

Beginn war um 16 Uhr, Ende um 22 Uhr.

Es wurde ein Festausschuß gewählt, der für den 13. Februar einen Jägerball „anstiftetete".
Eine Beihilfe für den jeweiligen König wurde beschlossen. Das Erntefest fand erstmals mit Preisschießen statt am 15. August. Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 1 RM pro Halbjahr und Mann festgesetzt.
1925
Anfang März des Jahres 1925 wurde durch die Tatkraft einiger Bartelsdorfer Bürger zur Gründungsversammlung eines Schützenvereins aufgerufen.

Am 11. März 1925 wurde dann der Bartelsdorfer Schützenverein mit einer Mitgliederzahl von 20 Schützen aus der Taufe gehoben.

In den ersten Vorstand wurden folgende Schützenbrüder gewählt:

  • Präsident ( heute sagen wir Kommandeur ) Johann Aldag, Nr. 41 (Lohmanns)
  • Stv. Präsident Hinrich Riebesell, Nr. 1 (Ramakers)
  • 1. Vorsitzender Johann Kröger, Nr. 28 (Krögers)
  • Stv. Vorsitzender Adolf Behrens, Nr. 7 (Eggers)
  • Schriftführer Johann Indorf, Nr. 2 (Harms)
  • Stv. Schriftführer Hinrich Trochelmann, Nr. 19 (Trochelmanns)
  • Kassierer Johann Peters, Nr. 16 (Timmes)
  • Stv. Kassierer Adolf Baden, Nr. 56 (Ortmanns)
Die Gründer entwickelten eine rege Vereinstätigkeit, so das der Verein bereits nach einem Jahr 77 Mitglieder zählte.
    
Im Protokoll der Gründungsversammlung heißt es wörtlich:

„ daß es nicht nach Gunst und Gaben gehen soll beim Vereinsschießen und Festlichkeiten, sondern es soll nach Gleichheit und Recht gehen".

Nach diesem Grundsatz wurde in den jetzt 77 Jahren des Bestehens in unserem Bartelsdorfer Schützenverein verfahren. Er entwickelte sich zu einem wahren Volksverein, in dem sich alle Mitglieder, ob arm oder reich, jung oder alt, zu Hause fühlen. Als Veranstalter der Schützenfeste und Erntefeste trug er dazu bei, schönes Brauchtum zu erhalten.

Damit der neue Verein bereits beim ersten Schützenfest einen König als Oberhaupt hatte, wurde 8 Tage vor dem Fest der 1. König ausgeschossen. Als Bester qualifizierte sich damals Hinrich Hollmann, Nr. 20. Auf dem ersten Schützenfest im August 1925 wurde er von seinem Nachbarn, dem Schützenbruder Hinrich Trochelmann, Nr, 19, abgelöst.